Aus einem Trafohaus wird ein Zuhause für Fledermäuse
Ein Gebäude für viele verschiedene Fledermausarten
Fledermaus ist nicht gleich Fledermaus. Die verschiedenen Arten stellen unterschiedliche Ansprüche an ihre Quartiere. Während einige Arten enge, geschützte Spalten bevorzugen, benötigen andere größere und geräumigere Bereiche.
Unser Ziel ist deshalb, das Trafohaus so zu gestalten, dass es unterschiedlichen Fledermausarten geeignete Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten bietet.
Dafür sind noch zahlreiche Arbeiten notwendig.
Schritt für Schritt zum Fledermausquartier
Damit das ehemalige Trafohaus für Fledermäuse geeignet wird, wird der Innenraum entsprechend angepasst.
Dunkelheit für empfindliche Tiere
Fledermäuse reagieren empfindlich auf Licht. Deshalb soll das Gebäude weitgehend abgedunkelt werden. So entsteht eine möglichst störungsarme Umgebung, in der sich die Tiere sicher zurückziehen können.
Geeignete Oberflächen schaffen
Die Innenwände werden an verschiedenen Stellen angeraut. Die dadurch entstehende Struktur gibt den Fledermäusen besseren Halt und ermöglicht es ihnen, sich an den Wänden festzusetzen.
Verschiedene Bereiche und Rückzugsmöglichkeiten
Im Inneren des Gebäudes wird eine Zwischenwand und unterschiedliche Strukturen eingebaut. Dadurch entstehen verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Bedingungen.
Zusätzlich schaffen wir spezielle Rückzugsmöglichkeiten, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Fledermausarten gerecht werden. So sollen sowohl enge Spalten als auch geschütztere Bereiche entstehen.
Einflugmöglichkeiten für Fledermäuse
Besonders wichtig sind geeignete Einflugschneisen. Die Fledermäuse müssen das Quartier selbstständig erreichen und wieder verlassen können.
Deshalb werden verschiedene Zugangsmöglichkeiten geschaffen, die auf die unterschiedlichen Ansprüche der vorkommenden Arten abgestimmt sind.
Sicherheit im Gebäude
Auch vorhandene Öffnungen und Löcher, beispielsweise im Fußboden, müssen verschlossen werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Tiere in ungeeignete Bereiche gelangen oder sich verletzen können. Aber genauso als Sicherheit für uns, denn es müssen auch mal Renovierungsarbeiten sowie Hygienische Maßnahmen erfolgen.
Noch ist einiges zu tun
Bis das Trafohaus vollständig als Fledermausquartier genutzt werden kann, stehen noch einige Arbeiten an. Der Umbau erfolgt Schritt für Schritt und mit besonderem Augenmerk darauf, einen möglichst geeigneten und störungsarmen Lebensraum zu schaffen.
Dabei geht es nicht darum, das Gebäude einfach nur mit Fledermauskästen auszustatten. Vielmehr soll ein dauerhaft nutzbares Quartier mit unterschiedlichen Strukturen und Bedingungen (mithilfe von Fledermauskästen) entstehen, das Fledermäusen langfristig Schutz bieten kann.
Wir werden über den weiteren Fortschritt des Projektes berichten und zeigen, wie aus einem ehemaligen Trafohaus ein Fledermausquartier entsteht.

